Spielplan

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Tanja Ariane Baumgartner (Mezzosopran)
Malcolm Martineau (Klavier)

(…) „Brauner Bursche führt zum Tanze, sein blauäugig schönes Kind; schlägt die Sporen keck zusammen, Csárdás-Melodie beginnt.“ Tatsächlich ist es gut, wenn eine Sängerin wie Tanja Ariane Baumgartner sich dessen annimmt, eine wunderbare, disziplinierte und doch natürlich wirkende Darstellerin, die keine Probleme damit hat, Abstand und Hingabe zugleich zu vermitteln.
(…)
Baumgartner, seit 2009 Ensemblemitglied der Frankfurter Oper und vom Publikum herzlich zum Heimspiel begrüßt, ist auch deshalb eine so interessante Liedinterpretin, weil sie im kleinen Format offenbar ausprobiert, wohin ihre Stimme in diesen Jahren geht. Eine warme Fülle und eine gewisse Behäbigkeit, die in keinem Zusammenhang, wenn überhaupt in einem reizvollen Kontrast zu ihrem agilen Auftreten steht, führte sie zunächst noch zu Zwei Gesängen für eine Altstimme mit Viola, ebenfalls von Brahms. Apart konnten sich Stimme und Streichinstrument umeinanderschlingen, beide einander ähnlich in der Zwischenlage: höhenfähig und doch gleich wieder ins Cellohafte abgedunkelt. Es spielte der hinzugetretene Philipp Nickel, Solobratschist des Opern- und Museumsorchesters, am Klavier saß Malcolm Martineau, ein sorgfältiger Begleiter mit bezaubernden Nachspielen. (…)

Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau


(…) Den Höhepunkt erreichte der Abend mit den vier Mignon-Liedern von Hugo Wolf, die von Martineau und Baumgartner in einen sanften Klangrausch verwandelt wurden, der eine betäubend sinnliche Tristan-Stimmung erzeugte. Martineau artikulierte seine Begleitung mit den feinsten Artikulationsabstufungen und sorgte mit geschmeidigen Tempomodifikationen und kunstvoll minimalen Verzögerungen wichtiger Einsätze für Spannung. Süffig und beflügelnd wirkten natürlich auch die fünf Lieder von Richard Strauss, von denen die berühmte „Zueignung“, wunderbar im Endeffekt und selten so zu hören, besonders abgeklärt und vergeistigt zur Geltung kam. Drei zauberhafte Zugaben von Dvorák, Tschaikowsky und Wagner schlossen sich passend an.

Markus Kuhn, Frankfurter Neue Presse


(…) Ganz in ihrem Element ist Baumgartner (…) in jenen Liedern, in denen Nachdenklichkeit und Deklamation gefragt sind, vor allem in den vier Mignon-Liedern von Hugo Wolf: Die formt sie bei allem Sehnsuchtston tief in sich ruhend und in kräftig dunklen Farben aus. Dem offiziellen Programm folgen drei Zugaben von Antonín Dvořák, Peter Tschaikowski sowie, in Gestalt des letzten der fünf Wesendonck-Lieder, von Richard Wagner.
Zuvor aber hat die Mezzosopranistin mit einer Auswahl von Richard-Strauss-Liedern an einen ihrer größten Frankfurter Erfolge erinnert: die Partie der Erdgöttin Gaea in der Oper Daphne – in der kommenden Spielzeit wird sie darin wieder zu erleben sein.

Axel Zibulski, Offenbach-Post


(…) Bravos, prasselnder Applaus und Blumen für die (…) gefeierten Künstler. Tanja Ariane Baumgartner bedankte sich für die Begeisterung mit drei herrlichen Zugaben. Zärtlich, innig, versonnen erklang „Als die alte Mutter mich noch lehrte singen“ (Dvořák), melancholisch, berührend „Nur wer die Sehnsucht kennt“ (Tschaikowski), beide in Originalsprache gesungen. Abschließend hingebungsvoll, nuanciert wie aus einer anderen Welt ertönten „Träume“ (Wagner).
Eine eindrucksvolle Stimme in ansprechender Präsentation – habe Dank!

Gerhard Hoffmann, www.der-neue-merker.eu

Seit Jahren zählt Tanja Ariane Baumgartner zu den Publikums- wie Kritikerlieblingen unseres Ensembles und beweist eine einzigartige Wandelbarkeit, indem ihr der »fliegende Wechsel« zwischen Partien wie Carmen und Lisa (Die Passagierin), Amastre (Xerxes) und Cassandre (Les Troyens), Prinzessin Eboli (Don Carlo) und Fricka (Das Rheingold / Die Walküre) geradezu spielerisch gelingt. Kein Wunder, dass eine Künstlerin, die dem »Hochleistungssport« Gesang mit solcher Leichtfüßigkeit, Noblesse, stimmlicher Präsenz und Persönlichkeit begegnet, auch am Theater an der Wien, an der Wiener und Berliner Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London und an der Lyric Opera in Chicago sowie beim Edinburgh International Festival, bei den Salzburger Festspielen oder den BBC Proms in der Royal Albert Hall London gefeiert wird. Zu unserem Glück hat die Mezzosopranistin irgendwann festgestellt, dass »die Geige das falsche Medium« für sie ist. So dürfen wir die Matadorin mit dem klaren und dunklen, nuancenreichen Timbre nach einem kleinen Liederabend im Holzfoyer nun auch endlich als Liedinterpretin auf der großen Bühne erwarten.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Mit freundlicher Unterstützung