Ver­an­stal­tung­en

 Vorlesungsreihe Karl Marx (März 2018) 

»Wir arme Leut’ ...«
Zum 200. Geburtstag von Karl Marx
System-, Sozial- und Gesellschaftskritik in der politischen OpeR

»Ich glaub, wenn wir in’n Himmel kämen, so müssten wir donnern helfen.« So steht es geschrieben in Büchners loser Szenenfolge Woyzeck, die Alban Berg kongenial zu einem der bedeutendsten Musiktheaterwerke der Moderne machte. Die Geschichte der politischen Oper intensivierte sich nach manchen Vorläufern aus der Epoche der Aufklärung im 19. Jahrhundert. Man denke an Beethovens Fidelio, Meyerbeers Les Huguenots, Verdis Les Vêpres siciliennes oder Mussorgskis Chowanschtschina — allesamt Werke, die in den zurückliegenden Jahren in der Oper Frankfurt zur Aufführung kamen. Nach dem Übergang zum 20. Jahrhundert erfuhren die sozialistischen und sozialreformerischen Gedanken auch im Musiktheater eine erhebliche Beachtung. Marx’ Axiom, wonach die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften die Geschichte von Klassenkämpfen sei und die politische Gewalt im eigentlichen Sinne die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer anderen darstelle, wurde vor allem in den sogenannten Zeitopern der 1920er Jahre thematisch. Neben Bergs Wozzeck sollen in unserer Vorlesungsreihe Werke wie Kurt Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, George Gershwins Porgy and Bess, Luigi Nonos Intolleranza 1960, Hans Werner Henzes We Come To The River und John Adams’ Nixon in China zur Sprache kommen.

Eine Veranstaltung der Dramaturgie
5., 12. und 19. März 2018
jeweils montags um 19 Uhr
Einheitspreis 5 Euro